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Auftritte
live in Chemnitz, Open Air UntenWasser
Open Air. Der Sommer ist da, naja fast, und das heisst es gibt wieder
Konzerte an der frischen Luft. Das Festival fand in einem Park im
zentralen Bereich von Chemnitz statt, dort gehen die Chemnitzer hin
um sich von ihrer Stadt zu erholen. Als wir ankamen, sahen wir auch
gleich bekannte Gesichter. Die Jungs von G.O.R.P. aus Dresden, die
bereits schon mal unser Heim als Hotel missbraucht hatten, waren bereits
da. Sie hatten ihren Auftritte bereits hinter sich und es war gerade
mal erst halb vier. Als Hardcoreband am frühen nachmittag vor ein
paar vereinzelten Leute zu spielen ist bestimmt auch nicht so toll,
aber so was gehört nunmal auch dazu. Direkt vor usn spielten die Gewinner
des f6-Musik-Awards, was an sich schon Disqualifikation bedeuted.
Der f6-Musik-Awards, ist ein ostdeutscher Musikwettbewerb, der von
der Zigarettenmarke f6 als Werbemedium benutzt wird. Der Gewinner
bekommt einen Deal für eine Singleauskoppelung bei BMG. Wir haben
uns nie bei dieser peinlichen Veranstaltung beworben, doch einmal
vor 2 Jahren sind wir mal interessehalber hingangen, als das ganze
Leipzig stattfand und ja, es war peinlich. Naja, jedenfalls war unsere
Vorband nicht nur der Gewinner des diesjährigen Wettbewerbes sondern
auch eine Punkband namens SPN-X. Die mussten wir natürlich mal beobachten.
Musikalisch war`s eigentlich ok, doch als Band präsentierten sie sich
ein als Bravopunkband und es gibt bestimmt auch 14 jährige die auf
Texte wie "Mein Schwanz ist wichtiger als Du" (massenkompatibles Krass-Sein)
oder "ich will in die Bravo" (falls da Ironie drin war, sie war nicht
zu sehen). Fein säuberlich hatte jeder der Beteiligten eine andere
Haarfarbe (die gibt es gleich im Punkrockladenfürjedermann um die
Ecke) und der Drummer eine gelbe Sonnenbrille. Alles klar. Die Leuten
mögen ja ok sein, aber als Band sind sie ganz schön daneben, zumindestens
nach diesem einmaligen und subjektiven Eindruck. Als dann 2 Tage später
die Band mit einem Nena-Cover auf VIVA lief, war alles klar. Jedenfalls
war das genug Motivation um hintenraus ordentlich und ehrlich loszurocken,
was auch richtig Spass gemacht hat. Die Sonne schien trotz dass es
anfangs nach Regen aussah. t.
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